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Ve: c.6

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*

Friedrich Franz, en vun Mecklenburg Karin.

Hener

Wehrolog ZZ der

Deutſchen.

.Amtzehnter Jahrgang, 1887.

Ex er Theil,

"Mit einem Porträt.

2

Weimar 19539. .Deud und Verlag von Bernd, Zriedr. Voigt.

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Der preufsifchen Armee.

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Ä Wis einem Herrfcherthron, nein Mächt’ge; Dir Gilt diefesmal Die Huldigung bes Werke, Das dir vertiauend in den "Yan fich wirft. Und Anſpruch macht auch auf Dein Wohlgefallen. | Denn -treulich :hat e8 Deinem Ruhm gedient Und aufgezeichnet ift darin von Zaufenden, - Die Dir gehörten, hoher Thaten Glanz; Entriffen ſind fie ‚dadurch der Vergeffenheit

Und fir die Ewigkeit find fie gerettet:

Denn: eingetragen nım auf Klivd Zafeln Kann der Geſchichte ſie kein Gott entreißen Und wo von andern tapfern Wöllerflämmen Kaum Hunderte nur diefen Ruhm verdient, - Da. glänzen Zaufende von Dir im Kranz ' Des_Ruhmes. zu- der- fernften Nachmelt Kunde, Zum hohen Vorbild edler Volkestreu' ' Dur ihren König. und ihr Vaterland.

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Denn men bed Kampfes Wuth noch übrig ließ, Wer nach ihm feiner Lorbeern fich erfreu't

Und, frei: vom fremden Joche, neu begründet Des Vaterlands Erbluͤhen noch erlebt,

Der Ruh' fich.; freuend auf dem, Siegeslager,

Doch endlich den Geſetzen der Natur, | Dem Staub, verfiel, von Kindern und, yon Lieben, Die ihm die Augen zugedruͤckt, heweint:

Von Diefen gibt. der Nekrolog Euch Kunde Und zeigt, daß ihte Thaten nicht vergeſſen:

Er fuͤhrt Euch ein in heil'ge Todtenhallen

So vieler · Tugenden und Ideale

Und gibt Euch den begeiſternden Beweis,

In welcher Bahl ber Preußen Bolt behauptet

| Bon Deutſchlands edeſten den fen Bag:

EZ a5 _ Mr ee

ernebe

Eu em der berhengehenbe 14te Jahrgang bed Nekrologs bereits im März 1838, alfo fr onate früber ald die erſten 13 Jahrgaͤn ge, en fo „port eraudgeber "Dadurch, daß. d enwärtige * ahrgang ſchon im Deeember, al , —* Monate Fräber auögegeben werden kann, biefess at das ihn leider noch immer nicht Tehr br Jah reihe erwartende Publitum noch mehr bers raſchen und für die ſchnelle Förderung das eußerfte gethan zu haben, was aber in der Folge noch mehr zu überbieten, kaum möglich ‚fein wird, fo wim⸗ ſchenswerth ed auch. ift, daß die Biographien bem Abteben nicht zu langfam folgen, fondern das noch feifche Andenken an die Nekrölogifirten noch von Neuem beichäftigen und beieben und fie ſchon dann noch einmal vor unfere Seele führen, wenn Ihe - Bild och lebendig vor unſerm Auge ſteht.

Freilich laͤßt ed Al fh bei diefer verehrten Beſchleu⸗ Be nicht umgeh noch —5 er als früher . erftöße gegen bie fee rer Ige —5

ei dent durch fie wächit die Zahl ber ver eingehenden nd. r bleibt mchts * als, um auch fie dem Rekrologe zu erhalten, ae in einem Anhange folgen, diejenigen aber, die auch

beffen Ahdrud noch nicht eingegangen jmd, dent nächften Jahrgang als Nachtrag aan Vorhetgehen

WV den vorbrucken zu laſſen; eine Einrichtung, die von allem Anfang an zuweilen nur in geringerem Verhaͤltniß ſtattgefunden bat und die Vouüſtaͤn⸗ digkeit eben fo begünftigt, als die Zeitbefchräntung der. Mitarbeiter weniger beengend macht und wo= - durch dennoch die angenommene’ Ordnung, die im⸗ mer wieder durch bie alle 10 Jahre erfcheinenden Generaltegifter im Gleiſe bleibt, nur wenig beein- trächtigt wird. |

Auch diefes Mal befindet fich der Herausgeber in dem Falle, mehreren einfichtövollen und. beifälligen Herren Necenfenten für die Ehre und Gerechtigkeit feinen Dank zu fagen, die fie dem, legten (14.) Jahrgange haben widerfahren laflen und er findet darin fortwährend einen Theil der Aufmunterung, welche ihm zur ferneren beharrlichen Ausdauer bei ' diefem fo mühevollen, koſtſpieligen und lukrativ⸗ undankbaren Unternehmen in der That fo nöthig if. Anerkennungen bdiefer Art waren ihm befonders von Werth in den Göttingifchen Anzeigen 1837, Nr. 105 und in den Blättern für Iiterarifche Unterhaltung 1838, Nr. 197. Der letztere hochachtbare Herr Recenſent ift dem Heraudgeber fchon feit vielen Jahren ein wah- zer Leitftern gewefen und wie ihm befjen Anerkennung zum beften Lohn gedient, fo bat er auch, feinen Winken ſtets willig eine forgfältige Beachtung gewibs met. Derfelbe bewährt in jeder neuen Beurtheilung, wie tief und gründlich er fih in das Weſen des Nekrologs hineingedacht, wie wohl er deſſen Auf⸗ gabe verſtanden und wie einſichtsvoll er das Pro und Contra divergirender Anſichten gegen einander abgewogen hat. Vertraut mit der ganzen Reihen⸗ folge der Jahrgaͤnge, mit den Quaͤſtionen, die bis jetzt in Diökuffion geweſen und mit den Verbeſſe⸗ rungen bie allmälig als ſolche erfannt und angenom- . wen worden find, haben feine fortgefegten Anfichten

.

v

über das ‚Unternehmen benjenigen gebiegenen Werth, _ den man in dem abfprechenden Urtheil, im ben uns bebachten und unreifen Befferungdvorfchlägen Derer nicht finden kann, die von dem, was bereits gefchehen, was bereitö für und wiber befprochen, was endlich als Ergebniß hiervon angenommen : and als befeitigt zu betrachten ift, eben fo weni Kenntniß haben, ald von dem, was bis jetzt d anerkannte Aufopferung und Audbauer wirklich ges leiftet unb welche Grundfäge dabei als Norm und Motive angenommen worden find. Diefe Gattung der Kritiker nimmt den erften beften Jahrgang zur Hand, findet Biographien von Leuten, von denen fie niemald etwas gehört, oder die auch wirklich nie Gelebritaͤt erlangt (aber dennoch denkwuͤrdig find), lieſt nicht, prüft nicht felbft, fondern vergleicht die, Aeußerungen, die wohl etwa in Konditoreien, Kaffees haͤuſern ımd gefelligen Cirkeln aufgefaßt worben find und glaubt ſich nun befugt, frifhweg abzufprechen, neue Einrichtungen anzuempfehlen und in ihrem Wahn über längft dagewefene und abgemachte Dinge das erite Wort zu fprechen und ſich mit neuen heilfamen Vorfchlägen zu bräften. Solche Recenfenten bedenken nicht, daß ein flabiled Werk wieder Nekrolog, das num Schon feit 15 Iahren feinen feften und ruhigen Gang eht, nicht mit jedem Jahrgange neue Principien und ormen annehmen und in ein charakterlofes inkonſe⸗ quented Schwanten und Allerlei verfallen darf, ſon⸗ dern daß ed diejenigen Normen, die bereitö von vie⸗ len fehr zu berüdjichtigenden Seiten her als zweck⸗ mäßig, dauernd und befriedigend erfannt wurden, feft im Auge behalten muß. Und wie e3 denn eine wahre Erbfünde ber mehrfien Menfchen ift, daß ihr erſtes Beduͤrfniß, wenn man.fie vor ein muͤhſames Menfchenwerk führt, nicht: Anerfennung, fondern eifriges Suchen nah noch

.

J

1 6 fern Acgepdem Zabel. iſt, ſo halten ſie ca fuͤr dag 3 vorzuwerfen. gr ſei ig der Auswahl feiner Gegenftände nicht. ſireng genug, nehme ales auf, was man- ihm, zuſchide und liefere febr oft Sebembefchreibungen von gleichgültigen, und

uren Verfonen, bie füglih. hätten vorgbieibeg 'Sunen,; Diefes haben Hunderte behauptet, Die den Nekrolng blod vom Öärenfagen Feunen und ie einen Ban, deffelben vor Xugen : gehabt, geffhroeige. denn

bie fir” “m befjelben gelefen ‚haben, in wels

en I r die in ihm geltenden Gryndfähe

von 4 eleuchtet, ‚ng iefen und durch

die u timmen ‚ber. größten Kritifer als die einzig Atigt worben find, Du

\ nöglich, digfe. Srundfäge, die nun

berelfi „sehr langen Vorreden zur Gnüge

befprochen worden find, einem jeben neuen Kabrgange

wiederhelt vorzubrugen, fo .wmie.«& fchon.an fih ein

pldriges Geſchaft ift, das ſchon fo oft da gemeenn

Immer wieder von Veuem zu berühren, Der Here

° anßgeber wuͤrde daher yon dergleichen. Oberfächliche

ten auch weiter feine Notiz nehmen, alein da er

eo bläber fo oft. des Beifals fo vieler hochſt rlhme

Ya Fritiken erfreut hatı fo glaubt er auch feine Lefer

zwei minder guͤnſiigen bekannt machen zu.müffen,

Die eine derfeiben befpricht in Mr, 117 ber

Blätter fir Hterarifche Unterhaltung das —RX

in feinem ganzen Kompier Überhaupt und: fein

Verfaffer gibt fich ‚im Algemeinen, befonders was

Awed und Abficht betrifft, als einen großen Freund,

ia oa als einen unbefannten Mitarbeiter deffelben N e Hi ar fei, daß die Welle dev Belt

ng \ mei , Daß die Welle dev Seit von

[0. vielen : en ee dein eg! er Mens

renng verwifcher fo fei e8 natitlich, daß

Hi Andeue vetten

alone. Kb nen de aben fie nenne

ine Freud J Ber: Seratin, ef ie $ wi =

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den Po onen, den eigen But Uberfaritten? Al Bde von Bonchr Di den arl .KII., von ib U. und Rapoleon in die Shlaı wurden? Aber es genügt uns nicht,

eines Anden! GSleich wie dieſe Kunhe

en wie retten aus dem ande De Yu jefed naturkraͤftige, ferne, be fie anfkrebende Bolt der —— —— fein fuoaifhen des “hal hat vom Anl gu He ft} und leibliches * am werfen verſucht! fam. indern wollen, daß e Bit s eh iche Weife und Ratı mi is im Leben. Und body

keth, der Deutfche ben He Pe hide woran jeutfche en eri Een und nicht verloren! Allein, damit

er Bie num le

Ein fir das Ganze uns: leben md tige en Hält, fo ift das Leben der —ãA— auner

dem Edelſten eine Ermuth ee Bordiih,

ein FR und fomit ift ganz im inne des treuer deutfchen Wolke gerad, wenn wir geben fein

he Rücficht auf —— Fo der Züchtigkeit, der Berat, der

energiſchen Willens zuſammengeſtellt finden in zinem roßen Tempel des en Er ch meine, daB ie. Idee des „Nekrologs der Deutſchen“ Eeine andere iſt als die eben angedeutete, 4 , Der Herausgeber hat ſich erlaubt, dieſe ganze ſchoͤne Stelle hier vollſtaͤndig abdrucken zu laſſen, weil er ſelbſt kaum im Stande ſein moͤchte, ſowohl ſeinen Zweck und ſeine Abſicht bei Herausgabe des Nekrologs treffender und beredter vorzutragen, als die Nothwendigkeit ſchlagender darzuſtellen, nicht nur fuͤr das Andenken der Chorfuͤhrer, ſondern auch fuͤr das der Männer bed Chors zu ſorgen. Er dankt dem Herrn Kritiker, daß er feinen Ideen und Em: pfindungen hier den rechten Ausdruck durch Worte gegeben bat, muß aber bedauern, wenn er mit den m Widerfpruch gegen feinen eben aufgeftellten Grunds. fag weiter auögefprochenen Wünfchen nicht ganz eins verftanden fein kann, nämlich: oo ‚daß die Idee des Nekrologs concentrirter gefaßt und bLos ſolche zugelaffen würden, in deren Leben nicht ein egoiftifyes Streben, fondern ein Streben für das Ganze und für das Heil des vaterländifchen Lebens ſich effektvoll geltend gemacht hat. Diie Graͤnze zwiſchen dem Streben für ſich felbft und. für dad Ganze und Allgemeine verlangt fehr oft . tiefere Blicke, als ed für unfere Augen 2 iſt. Beiderlei Streben iſt aber ſehr oft, ja in der Regel in dem Menſchen ſo in einander eingreifend, daß es von einander gar nicht getrennt werden kann. Aber ſelbſt angenommen, man koͤnnte es, ſo hat es nicht nur ſehr Viele gegeben, die trotz ihrer Selbſtſucht oder ihres egoiſtiſchen Strebens dennoch einen ſehr großen, ja oft fogar wohlthätigen Einfluß auf bie itwelt gehabt, fondern. auch durch ihren Geil, Scharffinn und Größe eine Gelebrität erlangt haben, daß ihnen ein Gedächtnis auf Klios ehernen Zafeln nicht wohl verfagt werden kann, wozu biefe faft auf

jeber Selte Bie fhlagenöften Belege liefern. Weiter fährt der Here Keititer (Mr. 76) fort: j „Eine ober flädtichel!i) Betra des Werks gist, daß Die angegebene Tendenz (Buläffigkelt nur erer, in deren Leben fi ein Streben für das . geltend gemacht hat) Bon: aufgefellt, doch nicht cos went feſtgehalten ſei. Leicht würde - Selbe dDurchfegen laſſen, wenn man für den eine Art von alt ägyptifchem Todtengericht nieder» fegte., Wir hören naͤmlich von Diodorus Sienlus, en alten Aegypten Jemand geftorben war, fich alsbald 40 Richter verfammelten, welche über das Leben des Berftorbenen nd Gericht ſaßen. Nur cht für würdig erkannte, durften einbalfamirt und beftattet werden, « Mas erfllih die Konfequenz anbetrifft, fo hat biefe bei- dem Nekrolog, wie in ben vorbergehenden Vorreden fehr oft von dem Herauögeber ‚felbft bes merkt worden ift, ihre ſehr großen Schwierigkeiten, Streng genommen würbe fie verlangen, daß aus allen deutfchen Ländern verhältnißmäßig . gleich gie reiche Beiträge geliefert, daß bie Länge ober Kirze

einer Lebenöbefchreibung der Maasftab des Ruhms

und der Verdienftlichkeit fei, daß Fein ausgezeichneter

a

Verftorbener in die zweite, Fein Minderwichtiger in bie erfte Abtheilung käme u. f. w. Ständen bem Nekrolog über feine Stoffe die Materialien in folcher Auswahl und Menge zu Gebote, ald einem inmitten einer großen Bibliothek befchäftigten Lerifograpben, fo koͤnnte man allerdings größere Anforderung -von Konfequenz an ihn machen, aber man bedenke, daß bier 'von feinem Pantheon die Rede tft, zu dem man fih feine Helden aus längft zahlreih vorhandenen Merken audmählen kann, fondern von einer Todten⸗

ber dies

chronik, deren Aufgabe darin befteht, daß biejenigen en

Denkwuͤrdigern gefchildert werden follen, bie e geſtorben ſind, deren Wahl aber nicht von dem

—8

erausgeber abhängt, ſondern die ihm vom’

4

x | ickſal, wie es chen trifft, vorgeſchrieben werben; an kann durchſchnittlich annehmen, daß jeder neue Tag dem Herausgeber Die Sorge fuͤr das Andenken son 5 während deſſelben Seriorbenen auferlegt :und dann ift erfl die Frage, ob Notizen uͤber fie herbei: zufchaffett find, ohne daß es in feiner Macht ſteht, ihre ‚Egenfhaften X beſtimmen, ſo wenig, als in allen Provinzen Deutſchlands gleich aufmerkſame, gleich thaͤtige und gleich faͤhige Mitarbeiter zu erlan⸗ gen: Sehr oft tütt, der Fall ein, daß der Tod ei⸗ ned. ſehr denkwuͤrdigen Mannes in große Verlegen: beit. feßt, wenn er bei zurüdgelaffenem:-chrenvollen und glänzenden Ruf im Nebrologe nicht wohl- fehlen darf and doch gleichwohl Uber ihn Feine Materialien zu erlangen find, worüber von unzähligen Beifpielen nur ber 1837 verſtorbene koͤnigl. preußifche Kriegse minifter und Generallieutenant. v. Wißleben. anges führt werden fol, Ueber ihn, wie über viele andere, . geben die öffentlichen. Bidtter, -felbft die preußifche, Staatözeitung nichtö her und die Korrefpondenz dar⸗ über mit feinen verehrlichen Hinterbliebenen Tonnte,, wie nachzuweifen ift, bei fehr zu entichuldigenden- Berhinderungen, zu feinem Ziele führen Ein: Zufammentreffen zufälliger Umftände verhinderte e&.: - In folhen Fällen muß der Nekrolog die: ihm ges machten Vorwuͤrfe über Mangel einer konſequenten cchführung und Behandlung flil ertragen und ſich mit feinem Bewußtfein teöffen. oo. Ä > Daß der Herr Nr. 75 dem Nekrologsheraus⸗ eber das Zodtengericht der 40 alten Aegypter zum Nuſter empfiehlt, zeugt: zwar von einer ſehr ibealen; Phantafie, aber nicht von einer Kenntniß der Vers . haltniffe des wirklichen Lebens. Legterer ehrt die uten Geſinnungen, Anz und Abſichten deffelben zu. ' ehr, als daß ihn diefer Pafjus.zu einer. Perfiflage- verleiten koͤnte. Aber es iſt ihm wohl felbft nicht:

I wi 3. Mor--bevgußt, wie es der Nekrolog anfangen. —* ein ſolches Todtengericht zu konſtituiren, ſo ſchoͤn es auch ‚mare, wenn dieſer Gedanke im mo⸗ dernen Gefchmade realiſitt werben und der Nekrolog unter die Direktion diefer graufigen Behörde geftellt, werden koͤnnte. Da der Berausgeber nicht die An⸗ maßung befist, diefed aus 40 aͤghptiſchen Patriciern beſtandene Geriht in unfern Tagen durch feine als leinige Perfon repräfentiven zu wollen, ſo hat er in den vorhergehehden Vorreden bereits wiederholt bie, hohen Stadtöregierungen Deutfchland8 aufgefordert, ihm die Anftrengungen und die Gelbopfer, . die er dern Nekrotogsmwerke bringen muß, abzunehmen und in einer Hauptflabt oder an einer Univerfität eine - Societät daflır zu bilden, die ganz andere "Mittel und Kräfte für einen fo huchmwichtigen Zweck bieten ‚würde, als die einem weitläufigen Verlagsgeſchaͤfte ühfelig abgerungenen Nebenftunden eines Buch⸗ haͤndlers, ven das Publikum bei feinen ihm gebrach- ten unfäglichen Dpfern noch. obendrein. fo. gänzlich im’ Stiche läßt, daß er ſchon Tauſende dabei zugeſetzt bat, "Mehr als einmal hat er Öffentlich erklaͤrt und aufgefordert, daß er bereit If, dad Verlags» und Forts feßungörecht umentgelblih ar denjenigen abzulaffen, der ihm. die Kraft und Ausdauer zu haben fcheint, 8 auch nur. in feiner biöherigen Mangelhaftigkeit fortzufegen und er wiederholt dieſes Anerbieten hier durch nochmals, Da er fehr zweifelt, ob es ıhm von ben’ Parzen -verftattet fein wird, ed noch fo lange, als bereits geſchehen, fortzuführen umd es eine feiner forgenvoliften Befürchtungen ifl, Daß es alsdann liegen bleiben koͤnnte, und er alödann durch eine vielleicht zwanzigjaͤhrige beharrliche Ausdauer und Treue doc) . nur ein: Fragment zur deutichen Perfonengefchichte des 19. Jahrhunderts geliefert haben würde, Aber nicht eher, ais bis das Netzolr gwert aufgehoͤrt hat,

-

2

XIvV

die gerade dad Gegentheil, ‚wie der Kritiker Nr. 75 behaupten, wollen wir, obſchon wir es koͤnnten, nicht.

“anführen, fondern zum Ueberfiuß nur noch eriväh:

nen, daß es eind_von den Hauptverdienſten unfers 'itherausgebers, Herrn F. 4. Reimann ift (der in

den lebten 4 Jahren fo vieles zum befiern Gelingen

des Nekrologswerks beigetragen hat und der ihm

noch ‚lange erhalten bleiben möge), daß er jeben eins

zeinen Beitrag forgfältig revidirt und wp es irgend Noth thut, abkuͤrzt und ſtyliſtiſch verbeſſert, vor allem aber durch Abrundung, Durchfuͤhrung angenommener Normen und Einheit in Rechtſchreibung und Ver⸗ haͤliniß gewiß nicht ohne den fichtbarften Erfolg möglichften Einklang und. Harmonie in dad Ganze

zu bringen fucht.

-Diefer ficherlich fehr wohldenkende Herr Kritiker

-- Pr, 75 ſchließt mit den Worten: | | „Indem wir diefe Ideen diefem Blatte anvertraut. has .

ben 2c.; verfichern wir zugleich, daß in dem Lest” erfchies'

nenen —5 (ſoll —— Raben) Sn are . ein.jeder Deuffche niele Ramen finden wird, die ihm und

dem deutfchen Vaterlande theuer und unvergeßlich find. ... Eine ‘zweite zwar zum Zheil, aber ebenfalls nicht durchaus beifällige Kritik yon einem Hrn. H. Fitzau if enthalten in Nr. 48 des Berliner Konverfationss blatts 1838. Sie hat bei weitem richt einmal den; Werth ber erfieren, fondern gehört zu den gang ab: ſprechenden, oberflächlichen Räfonnements, die mehr auf Hörenfagen als auf der eignen Durchlefung des Buchs beruhen. Das Urtheit diefed Kritikers cha⸗

um .

Noch wirg Stellen der Art aus Recenfidnen,

vralterifirt fih in Kürze dadurch, daß er die Aufs -

nahme eined Dreſch, Ruperti, Daub, Grote⸗

fend, Tauchnitz, Nägeli, Benda, Ebers, Vieth ald gehörig motivirt erflärt, weniger ‚aber die eined Rehberg, v. Brandenſtein, Grafen Mellin, v. Buch, Graf Syulai, u Braufe,

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von Raglovich, Landgraf Karl von Heſſen, Freiherr v. Muͤnchhauſen, Müller v. Frieds berg, Graf Choteck, Bifhof Hommer, Hun⸗ deicker, v. Stifft, Weiſſer u ſ. w. —, Dieſes iſt genug, um den Standpunkt des Herrn Fitzau zu bezeichnen, der ſich durch ein ſo merkwuͤrdiges Ab⸗ wiegungstalent ſein Urtheil gleich ſelbſt geſprochen bat und. zwar ſchon um fo mehr genug, als in dies fem feichten Räfonnement nichts enthalten ift, was nicht bereitd durch das früher Gefagte auf das Volls fommenfte widerlegt und befeitigt waͤre. , Die Kritit hat den Ngfrolog biöher faſt Uber fein Verdienſt hochgeftellt und die neueſte Literatur wird wenig Produfte aufweifen, die durch Recenfios nen in folhem Grab eine rühmliche Anerkennung gefunden haben, als gerade er, Ihre Anzahl geht bereitö in die Hunderte und deßhalb hätte man fligs lich über diefe eben gebachten zwei hinweggehen Böns . nen, wenn der auögefprochene Zabel nicht infofern felbft willkommen wäre, daß er. Veranlaffung gab, manches. bisher noch Unberührte zue Sprache zu - bringen und fo aus dieſer Beinen Reibung felbft Nutzen zu ziehen. | ' Ä | Die Anfihten und Grundfäge des Herausgebers beruhen auf einem funfzehnjährigen Nachdenken, Er: fahrung, Prüfung eigner und fremder Anfichten und, Abwägung. des Rechten und Zweckmaͤßigen. Gie werden auch ferner bie bisherigen bleiben und von ihnen geleitet, wird er auch künftig die biöherige Bahn feft und ruhig verfolgen. Sein Werk foll eine Todtenchronik, ein Familienbuch deut⸗ ſcher Nation bleiben, nicht aber eine ge⸗ waͤhlte Zuſammenſtellung der groͤßten Geiſter, Helden, Dichter, Fuͤrſten, Gelehr⸗ ten, Staatsmaͤnner und anderer. hervors vagenden Menſchen aus allen Ständen,

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. Zeiten und Nationen. Diefe feine Natur, Ei:

genthümlichkeit und Beflimmung legt, ihm. fowohl .in der Wahl feines Stoffe, ald auch in der Herbei⸗ ſchaffung des Materials eine viel. größere Beſchraͤn⸗ tung auf, ald diejenigen ihr unterworfen ſind, welche Walhallas, —— und Pantheons kom⸗ piliren, mit einem Worte ſich nach ihrer Bequemlich⸗ keit die leichteſten und dankbarſten Stoffe ſeibſt aus: ſuchen. Solchen wird aber der Nekrolog oft noch ſehr gute Dienſte leiſten. Dieſen Unterſchied eines

kurrenten Sammelwetks, einer ſteten Chronik, wie

fie eben der Zufall und die Nothwendigkeit will und

ohne Wahl vorfchreibt, zwifchen einem auf .dem .

ganzen großen Felde des Ruhms zufammengefuchten Dlymp bittet man mit einiger Billigkeit zu beruͤck⸗

fihtigen. Er ift es, auf welchem meiſt die Klagen

beruhen, daß viele der Perfonen, deren Gefchichte der

Nekrolog feine Blätter widmet, nicht mit der gehoͤ⸗

rigen Kritik gewählt würden. Der ‚gegenwärtige Jahrgang liefert Übrigens von Neuem. den Beweis, daß ed deſſen ohngeachtet auch bei diefen engern Sränzen an intereffanten Perfonen und Biographieen keineswegs mangelt und daß ſich bei einer forgfältigen Redaktion beide Zwecke einigermaßen vereinigen laffen.

. Da der Herausgeber: fehr oft Zufendungen er= . ' haͤlt, wovon er feinen Gebrauch machen Bann, ent⸗

weber weil fie dem Kreife, dem fich der Nekrolog wibmet, fremb find, oder weil fie zu. fpät kommen, fo bemerkt’ er in leßterer Hinficht, daß als folche alle Beiträge zurlichgelegt werden müffen, die 6 Monate nad) Ablauf des betreffenden Jahrs nicht eingegangen

find, fo daß 3.2. für Beiträge zum Jahrgang 1838

Ende Juni 1839 der Iehte Zermin if. Was dem Länderumfang anbetrifft, für welchen fich der Nekrolog befchäftigt, : fo begreift derfelbe nicht nur alle zum beutfchen Bunde gehörenden Staaten, fondern auch

/ xvu

diejenigen Länder, in denen deutſche Sprache, beuts ſche Wiſſenſchaft und Literatur die herrfchende ifl, folglidy die ganze beutfche Schweiz, das Eifaß, Schleswig, Holflein und Lauenburg, die ruffifchen Oſtſeeprovinzen und dad Königreich Böhmen, endlich auch diejenigen denkwuͤrdigen Perfonen, welche deut⸗ fhen Urfprungs im Auslande gelebt haben und dort orben find, wie fich diefed beſonders häufig in ußland ereigriet.

Nachſtehendes iſt dad Reſumoͤ bes gegenwärtigen Jahrgangs: Derfelbe forget. für das Andenken von 1348 Berflorbenen, wovon 420 *) Biographien in der erften Abtheilung fanden, 928 in der zweiten aber nur kurz angedeutet werden Tonnten. on erfteren 420 find 265 ald Originalarbeiten zu betrachten und bei den Weberfchriften mit einem * bezeichnet, da diefe Biographieen entweber bis jetzt noch gar nicht oder doch nicht in der Weife, wie hier, im Drude veröffentlicht worden find. Das Andenken biefer 265 würde, alfo ohne den Nekrolog nirgends aufges ichnet und der Gefchichte erhalten worden fein; 155 bdagegen find mit Angabe der Quellen aus oͤffentli⸗ den Blättern, Zeitfchriften und. einzelnen Gebächtnißs fchriften für den Rekrolog mühfam gefammelt worden und in benfelben übergegangen. Nach den Landsmannſchaften gehören die 420, welche. ausführliche Biographien fanden, folgenden deutfchen Staaten an. 2 Anhalt, 4 Baden, - 86 Baiern (davon 8 München, 7 Augsburg und 4 Bams ' berg), 2 Braunfchweig, 33 den damiſch⸗ beutfchen Staaten (davon 6 Altona, 5 Kiel), 18 den freien Städten (8 Bremen, 3 Frankfurt a M., 12 Hams burg), 25 Hanover (wovon 10 Göttingen, 2 Gas

- Aiſo 99 mehr, wie im vorigen Jahrgauge— ' | er.)

xx

10 dramatiſche Kuͤnſtler und Sänger, wovon 3 und

6 Butöbefiger und Delonomen, wovon 1, 3 Mes chaniker und Inftrumentmacher, wovon Feiner Schrift: . fleller war; 5 Dichtet, deren Poefieen im Drud erſchienen find; 4 Forſt⸗ und Jagdbeamtete, wovon 1, 5 Baumeiſter, wovon 8, 3 zeichnende Kuͤnſtler, 2 Antiquare, 1 Schriftgießer, 4 Rabbiner,

1 Poftbeamter und 1 Stallmeifter,. wovon Feiner et⸗ |

was gelchrieben hat. - u Penn wir und nun erlauben wollen, verſuchs⸗ weife den Maßftab der Gelebrität an die hier Ges fchilderten zu legen, fo nennen wir als Sterne erfler Größe den Minifter Ancillon und den Kapellmeis

Hummel, So verfchieden ihre Stellung ifl,

fier ſo gieis ſtark ift die Bewunderung, die uns ihre Größe abnöthigt.. Unter den fuͤrſtlichen Perfonen

ſteht ‘der edle Greis Friedrich Kranz von Meds lenburg: Schwerin in vieljähriger hoher Wirk⸗

famfeit ımb edlem Streben oben an. Ihm folgen bie Herzöge Wilhelm und Pins in Baiern und der Held, Staatömann und Dichter Des Karl von Medlenburg:Strelig, ber wärs

dige Bruder der unvergeßlichen Königin Louife. An | berühmten Miniftern von großem Einfluß nennen wir.

bie Freiherrn von Pleffen und von Dertzen in Schwerin und Neuftrelig, den Grafen v. Brühl in Berlin und ben franzöfifchen Diplomaten, Gras fın von Reinhard, einen geboren Würtember: ger, An Generalen und Kriegshelden die preußis ſchen Generale von der Marwitz, v. Kamede, v. Garlomig, v. Werder, v. Rothenburg, v. Wienskowsky und v. Auer, bie beiden aus gezeichneten wärtembergifchen Generale v. Stock⸗ mayer und v. Throbald, ben kuͤhnen balerifchen General und Partifan Grafen v. Rechberg und

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Rothloͤwen, den ‚großen fächfiichen —— ral Rgabe, den durch heldenmuͤthige Hingebung denkwuͤrdigen ſaͤchſiſchen Major v. Zychlinsky und den tapfern weimariſchen Obriſten v. Ger⸗ mat; von den bemerkenswerthen Staatsmaͤn⸗ nern einen Sriefe, Koppe, Domomis, v. Stülps nagel in Beln, von Schütz in Koͤln von Lützow in Gorkau; einen Sidel in Kipa, Kohlfhütter in Dredden, von Hoff in Gotha, Gentebrad in Altenburg; einen | von -Sutner, von Mann und Stürzer im Münden; einen Klüber in Frankfurt a. M., v. Porbeck in Kaffe. An namhaften Theologen heben wir heraus; den. Generalfuperintendent Rom: . mel in Kaffel, die Superintendentn Wunſter in Bredlau, Grotefend in Clausthal, die Konſiſto⸗ rialraͤthe Em mrich in Meiningen und Matthias in Magdeburg, die Dekane Lehmus in Ansbach und Mind in Tüuͤbingen, den hochverbienten Paͤ⸗ dagogen, Kirchenrath Schwarz in ‚Heidelberg, den patriarchalifchen Paſtor Woltersdorff in Sale wedel und feinen unglüdlichen Amtöbruder, Pfarrer Weidig aus Ober: Sleen, der ald ein Opfer feined . Patriotiämus im Kerker endigte. An alademifchen Lehrern erwähnen wir der Profefforn Wendt, Diffen, Goͤſchen in Söttingen, Normann -in . Roflod, Steudel in Tübingen, fo wie ber großen Pyilologen Döring in Gotha, Hirt in Berlin, . Ramöhorn ii Altenburg, Koͤpke in Berlin. Die auögezeichnetften Aerzte, die wir biefeamal brins gen, find: v. Vogel in Roſtock, Stard in Jena, Treviranus in Bremen, Himly in Göttingen und v. Drff in Münden. Auch berühmte Schrift: fleler und Dichter hat dieſer Jahrgang aufzuweifen au Börne, Weigel in Wiesbaden, Wächter in.

IX | j

- Hamburg (Veit. Weber), Freiherrniv. Gerning in Frankf. a. M., v. Maltig in Dredden, Franz Horn in Berlin, den. genialen Naturbichter Hils ſcher föflerreichifcher Fourier in Mailand) :und .den allwiffenden, berühmten Zeitungsfchreiber Stegmann in Augsburg, der ed allen Partheien recht zu machen

° verftand. .Unter den Chemifern und Botanikern

. find Höchft beachtenöwerth: Tromsdorff in ‚Erfurt, Nees:von .Efenbed in Bonn und Zenker in Jena. - Außerdem: glauben wir aufmerkfam machen zu müffen. auf den großen Mathematiker und Aftro: . nom .Dr. Tiarks, den Freund Sir Joſeph Banks, welcher fich viele Jahre mit der Regulirung der engs liſchen Gränzlinien in Amerika befchäftigte; ferner auf den hochverbienten Geographen und Kartenzeich⸗ nee Reihard in Lobenftein, Hochverdiert um die Bereicherung ber .alten und neuen graphifchen Erb: Funde, auf den in, feiner großartigen bergmännts' ſchen Wirkſamkeit fo. hochwichtigen Oberbergdireftoer +’. v. Everämann in Berlin, auf den Koncertmeifter Rolla in Dresden und die Schaufpielr Schmelka in Berlin und Coſtenoble in Wien.- Unter den außgezeichnetern Zechnifern find von großer. Bedeus

tung der erfinderifche Inftrumentmaher Streit: wolff in Göttingen und der bemunderungswürdige Autodidalt Uhlhorn in Grevenbroich, der fich durch eigned Studium von einem oldenburgifchen Zifchler: burfchen zu. einem der erften Mechaniker und Ma⸗ f&hinenbauer Deutfchlands heraufſchwang, ‚ingleichen der weimarifche Schriftgießer Wallbaum: des Ael⸗ terg., der ebenfalls ohne alle Anleitung und nur durch eignes Forſchen fich zu einem der eriten Schrift:

gießer beranbildete und durch beffere Form, elegans tern Schnitt und größere Haltbarkeit der Lettern fehr große Verdienfte um die beuffche Typographie erwarb.

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Wenn wir To auch einen Ueberbiid über bie vorzüglicheren Motabilitäten dieſes Jahrgangs gege: ben haben, fo bliebe und eigentlich noch übrig, Die zahlreichen Beftandtheile defielben auch nach ihrem Darftellungs: und Schriftftellerwerthe zu rangiren. Wir. wollen aber diefed den Herren Kritikern ber laſſen, können aber nicht verfchweigen, daß wir und ‚auf die Biographieen

Nr. 278 Reichard,

= 868 Need von Efenbed,

» 404 Tiarks,

fo wie auf einige andere in ber That etwas einbil⸗ den, nicht allein, weil wir fie als Driginalarbeiten aus fehr guten Händen -erhielten und fie in ihrer Art für wahre Monographieen halten, fondern auch, weil wir ihnen großen Werth für die Bereicherung ber MWiffenfchaften 1). der graphifchen Erdkunde, 2) der Botanit und 8) der Mathematit und Aftronomie, beimeffen. Ä : Sudem wir folhe Zierden bed gegenwärtigen. Sahrgangs ger bemerklich machen, fo wollen wir auch feine Schwädhen und Mängel nicht verbergen. Billig wäre nämlich zu erwarten gewefen, baß auch von den Dahingefchiedenen, derenin der zweiten Abtheilung unter den Nummern 450, 532, 552, 613, 648, 698, 703, 722, 734, 741, 764, 777, 801, 828, 831, 847, 856, 859, 915, 955, 991, 997, 1002, 1038, 1050, 1061, 1126, 1139, 1145, 1188, 1199, 1248, 1257, 1319, 1344 nur kuͤrzlich Erwähnung gethan werden konnte, ausführlichere Notizen in der erſten Abtheilung mitgetheilt wor: den wären, einer Ehre, deren wir fie fo würdig erkennen müffen. Es bat auch von unferer Seite nicht am vielfachen Verſuchen, und Nachrichten über

%

xxrv i fie zu verſchaffen, gefehlt, ja ed find zu dieſen Behuf ale Mittel angemenbet worden. Bir tom. men Daher auf dad ultra posse Nemo tenetur und auf das zuruͤck, was wir oben über eine gleichfühl: bare Luͤcke in Betreff des verewigten Generallieutes nant und Kriegöminifter von Wißleben gefagt haben und empfehlen dieſe und andere Mängel der fchonens den Nachficht ber Lefer.

‚Weimar, den 28. December 1858.

Bernh. Friedr. Voigt.

Außer ben ‚vielen binterlaffenen gamiſi ſiengliedern welche auch zu dem diesmaligen Jahrgange des Nekrologs zahlreiche eingefendet haben, —* derſelbe feine Volftändig! —* namentlich

Agenden

geehrten Herren Mitarbeitern: (In alphadetiſcher Folge.)

Sem 6 ofrath Dr. von Ahorner in Augsburg,

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Ser 3.3. Bernet in Gt. Gallen,

_ Bernftein in Berlin.

Dr. Blümner, Art in Breslan,

_ und „Kemmerpere J. Feeip. v.

t Brandes, Zebrer am Gymna| X KRoſtock.

Dr. Be Seifen in © er, Profeffor und Doktor der

pur Bu Buddens in Leipzig.

b Bee & in &ie ’Den ing m in Jen. Doktor der Reh hie ER Pr in

Dr. Snarıg in See So —E FZalkenſtein in

Rektor Simmertpatin Lin Sonde! Pre Dtto 85 te und Vrivatdo⸗ 3 *85

um8verwi Sender in Weimar. " . tor Geot, BT, in Hanover. Ei —E in drner. gende ven Dennerkmard, koͤnigl. Bes for IA in Bamberg. ®

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Herrn Hofrath und Dberbibliothekar Ja cobs in Gotha.

Juſtizrath Iang in Schweidnis. Sure er Dr. Shin in Meininden. - ofihaufpieler F. von Kawaczinski in oburg. Kammerſekretaͤr Keß ler in Weimar. Domaͤnenrath Keſtner in Hanover. ofeſſor &. E. Klaufen in Altona... tadtrath und Ritter Klein in Dresden. obergerichtöanwalt Knorz in Zulda. & 3, Kohlfchütter, Prediger an ber veformirten Gemeinde in Dredden. | Superintendent Koethe in Alftedt.

Profeſſor M. Kreyffig in Meißen.

eofeffor Anton Krüger in Dresden. | rüger, Kandidat der Theologie in Göttingen. _ Hoffchaufpieler Krüger aus Berlin, Dr. Luͤbker, Konre F Kommergien s und Admiralitaͤtsraih Marquardt im Danzig. . Auguk Matthäy in Dresden. u Londfchaftsmaler Heinrich Matthäy in Dresden. er eſſor Cornelius Müller in Hamburg. 8. Müller Kirchenrath u. Oberpfarrer in Hom⸗

burg vor der Höhe.

- Paftor Müller in Langen: Lepsdorf bei Juͤterbogk.

Baftor Dr. Müller in Berka. ammerjunfer Freiherr von Neven in Offenbach. Diakonus Niefe in Torgau. Diakonus yernen in aittah —— .Peters zu St. Peter und Paul in. wgnid, oo. . Metropolitan Petri in Fulda. , a Rentamtmam Preuster in Großenhain. Diakonus Rauch in Arnſtadt. | Auguſt Reimann in Weimar. Begationsrath Neuß in Stuttgart, Lehrer Robolsky in Neuhaldensleben. Paſtor Saal in Oberweimar. Dr. Sachs in Berlin. = Hofrat Guzuenberg in Roſtockk. —- M. Schmidthbammer, Praͤdikant und Lehrer zu Albleben. nt

toe der Domfihule in Schleswig.

IXVII

‚Hexen rivatgele Dr. ans Schr ; ve gelehrt ve Band £ gs auf Kremp or were in techen. iebold in Fran in De Hon Sydow in Sondershaufen. Gtabtfaplan © 9 Thiem bei. Gt. Marien in Bamberg. Geheimerath und Oberpräfident . eh ee Er Den fi Freiherr v Binde ah der Dr. Weppen in Wickerthauſen bei Rortheim. remierlieutenant Hans von Werd —* ne San u in Osnabrü rück, er in Beuthen. Winkler in Lohme. berlientenant und Adjutant Benno von Bit: leben in Dresden. Pafır Bolkenhaar in Deacerdurd bei Rienburg 3 wer Pe veipzig. r. Zehmen in —F er Hevens, Inn P au Julie von Berzo: Freün v. ein —— ‚8 v. Zhon⸗Dit⸗ Herr a und Deliothetar Dr, E. Zober m

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Berlin 226. ‚von der Be, Oberffieuteuant zu Eelle 1268 · Beder, Pfarrer. zu Bodland 15%. Dr. Beder, praftifher Arzt zu Bredftedt 9. Mag. Beder, Pfarrer gu Kleindrembad 348. Dr. Becker, praktifher Arzt zu

eipzig 2086. Beder, Buchhändler zu Quedlinburg |

419. Beder, Prediger zu Rittermannshagen 51. Becker, Kommiſſionsrath zu, Tererom 11m. von Beerfelde, Ios banniterritter zu Xiebenau_ 107. von Behr, Kammer

berr auf Behrenbof 7:0. Bedrmann, Kanzleirath zu Als tona 22. Beigel, Oherbibliothekar zu Dreöden 58. v. Belen, Kloferdomina zu Maldom 87. Benede, Kaufs wenn Zu Deibelberg 708. dv. Bentheim: Tecklenburg: Rbeda, Sr Emil Sriedrih zu Rheda 400 u. sis. M. Bercht,

Pfr. zu Annaberg 1059.. Berended, Pfarr: Senior.zu Heffta

9 ‚Berg, Domfapituler zu Breslau 242. Berger, ©teuerrarh. zu Bredlau 1137. Berger, Schaufpielerin zu

Bremen 314. Berger, Buchhändler zu. Leipzig s28.. Vers. .

ger, Shrifiteller zu Straßburg 276. Bergmann, Sena⸗ sor zu Lömenberg 1225. Bergemann, Medicinalratd zu Bers fin 1003. Bergt, Organift au Baugen 73. Bernau, Rek⸗ tor. zu. Perleberg sıee. Bernbardi, Doktor d. Med, zu Altenburg za. Bernftein, Paftor zu Nabrendorf ss. Sreis Kir, von Berftedt,. Staatöminifter zu Karlsruhe cıs. ertbold, Hauptmann zu Schandau 1500. Bertram,

Geifenfiedermeifer zu Sondershaufen 385. Beſche⸗ rer, Juſtiztkommiſſarius zu Siemerödorf 1007. Dr. Beur

mann, Landphpfikus zu Stolgenau cos. Beutler, Mus

Äldirektor zu Mäbldaufen 223. von Berille, Major

au Zuger u Beyer, „Prediger: zu Burkall 206, 9. Biberftein, Hauptm. zu Charlottenburg 575. v..Bibers ftein, Landrath zu Oppeln es. Biedermann, Dekan zu-Spaihingen rsı. Biener, Lieutenant zu Bledede 1106 Bilterling, Doktor d. Med. zu Libau 62. Birett, Antiquar zu. Augsburg 170. Blepyh, "Zollbeamter zu Riga614. Block, Rathsherr zu Dorpat res. v. Bluͤcher, Obriſt zu Schleswig 19. Dr. Bluff, praktiſcher Arys zu Aachen 207. Blümner, Hofratd ‚zu Breslau 85. Bod, Apotheker zu Sriedland 117, Bock, Obriflieutenant. zu Sagan 1233. v. Bodenhaufen, Prälat zu Merfeburg css. Boͤdmer, Direktor zu Zürich 224. Böddinghaus, Kaufs mann zu Elberfeld io. Bölike, Pred. zu NeusLevin or. von Boͤltzig, Major zu Bunzlau = Dr. Bönig, Dofmedifus zu Zellerfeld 78. Frhr. v. Bon

oktor d. Med. zu Hamburg 288. Börne, Schrififteller ww, Paris 79. Freiin v. Bpineburg-Zengöfeld zu Weis.

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lat 2. ©. Boftenkern, Obriſt zu Oeltfchan an. an Major zu Berlin se. nor Dberfiien

rfifet ogı. v. Borcke ru Berkin 90 Rede, Zieut. zu Stettin 1060. Borrmann, Ganllehrer u Jägerndorf 1173. - Bofe, Rittmeiker ju Oberfrank Veen 118, von <